Der weisse Schriftzug ist von fern nicht zu entziffern. Dafür verdeckt die Betontreppe zu viel des gesamten Schirftzuges. Um das geschriebene (TOUT LES CORPS SONT PERMIS) vollständig lesen zu können, müssen sich die Betrachter:innen bewegen und sich durch die Positionsveränderung selbst erschliessen. Dadurch eignet sich diese Installation (Kunst am Bau) besonders für eine Intervention im öffentlichen Raum.
Hoch oben in schwindelerregender Höhe findet sich eine aus Aluminium konstruierter Treppe, die aber nicht aus allen Perspektive als solche erkannt werden kann. Die Treppe spielt mit einer ausschliesslich imaginierten Funktionalität, was durch die zwei falschen Türen noch weiter unterstrichen wird.
Die Treppe befindet sich am Bieler Kongresshaus.
Liegend bettet sich die Bronzeplastik „Kyra“ neben dem Eingang auf dem Vorplatz des Bieler Kongresshauses. Die nahe Platzierung der Skulptur von Max Weiss an der Fensterfassade des Kongresshauses nimmt die Plastik förmlich auf.
Der zeitgenössische Künstler Valentin Carron hat 2015 eine Appropriation der Plastik aus Polystyrol, Glasfaser, Acrylfarbe und Acrylharz erstellt. "1 2 3 (after Max Weiss)" wird in Innenräumen präsentiert, was eine Verschiebung des Kontexts des Werks vom öffentlichen Raum in den exklusiven Innenraum von Kunstinstitutionen erzeugt.