Im Park des Kunsthistorischen Museums Freiburg, hinter einem recht hohen Zaun, steht es. Das Werk aus drei Teilen, Stahl und geometrischen Formen. Es ist nicht frei erreichbar, sondern nur zu den Öffnungszeiten des Museums, also von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Im Gesamtkonzept des Geländes sind insbesondere rot, grau und grün prominente Farben. Ebenso wie das Gelände scheint die Skulptur vorsichtig zusammengepuzzelt, aus Teilen, die nicht genau zusammenpassen, dabei jedoch den Eindruck von Zusammengehörigkeit erwecken.
Wäre mir nicht bewusst, dass die 1978 fertiggestellte Skulptur von Emile Angéloz mehr mit den anderen Skulpturen in dessen Reichweite teilt als bloß dessen metallische Materialität, hätte ich es wohl kaum bemerkt. Abgegrenzt mithilfe eines Baums, den Wegen und der deutlicheren Nähe zum Museumsgebäude, fällt es aus dem Kontext des Ensembles, das 1980 an der Schweizerischen Plastikausstellung gezeigt worden war.
Emile Angéloz ist im Januar des Jahres 2022 gestorben. Seine Arbeiten zieren weiterhin die Straßen Fribourgs. Die stahlformen sollen weiterhin Freude in Form von menschlicher Expression im Raum festhalten.
Die Stahlplastik besteht aus drei Teilen. Eine rechteckige Form wird zentral durch Ellipsen verlebendigt. Eine dezente, bedachte Asymmetrie ziert die Teilkomposition. Es entsteht eine Wirkung von fast erreichter Vollständigkeit, als wäre die Skulptur kurz davor, zu einem vollständig gelösten Puzzle zusammenzufallen. Die 1978 ausgestellte Skulptur teilt sich den Raum, trotz Isolation durch weg und Baum, mit weiteren Metallkonstrukten, wobei sich das „Element en trois pieces“ jedoch am nächsten zum Museum und den anliegenden Toren und Turm und Säulenbögen befindet. Die Form scheint, sollte man die Skulptur kontextfrei betrachten, als herausragend simpel und unkompliziert. Bemerkt man jedoch die Tore, die in den Museumgarten und weiterführend in die Klostergärten des anliegenden Franziskanerklosters führen, sowie die roten Türen, welche in das Museumsgebäude aus Zeiten der Renaissance führen, so wird eine abstrakte Konzentration des allgemeinen Umfeldes in der Stahlkonstruktion deutlich.
Kleine Lebewesen beleben den plötzlich nicht mehr derartig kahl erscheinenden, stählernen Raum. Eine Schnecke hat sich zentral an dem kleineren Rechteck der Skulpturseiten positioniert. Langsam beschreitet sie den Weg hinauf. Was erwartet sie oben? Wer freut sich, sie morgen zu erwischen?
Hiermit möchte ich Ihnen, geehrte Leserin oder geehrter Leser, herzlichst empfehlen nach Fribourg zu reisen, das Element in drei Teilen zu betrachten und bei einem Spaziergang durch die Stadt darauf zu achten, wo Sie es wiederfinden. Je mehr Sie sehen, desto erkennbarer wird die Inspiration hinter der Skulptur.
Wie findet man die Skulptur? – Grenchen (Südbahnhof) -> Kunsthaus Grenchen-> Skulpturengarten
Der Beginn der bildhauerischenTätigkeit von Heinz Schwarz geht auf die 1940er Jahre zurück. Nach seiner Lehre als Lithograph findet er 1943 seinen Weg von der Steinzeichnung zur Steinbildhauerei. "Femme debout" ist eine Bronzeskulptur aus dem weniger bekannten Frühwerk des Künstlers. Die figürliche Skulptur ist sehr frei in der Gestaltung eines weiblichen Körpers. Ihre Oberfläche ist gerillt, rau und zeigt eine natürliche Alterung des Materials. Von Heinz Schwarz gibt es im Skulpturenpark des Kunsthaus Grenchen eine zweite figürliche Plastik: "Laure" (1980) aus dem Spätwerk des Künstlers. Sie besteht aus Bronze und weist im Gegensatz zu "Femme debout" eine glatte Oberfläche auf.
Der Beitrag wurde im Rahmen der Exkursion MG: “Visual Storytelling: Was nach der Ausstellung bleibt. Routen und Reste der Schweizerischen Plastikausstellung” erstellt. Die Veranstaltung fand im Frühlingssemester 2023 am Institut für Kunstgeschichte in Bern bei Dr. Yvonne Schweizer und MA Seraina Peer statt.
Der Beitrag wurde im Rahmen der Exkursion “Visual Storytelling: Was nach der Ausstellung bleibt. Routen und Reste der Schweizerischen Plastikausstellung” erstellt. Die Veranstaltung fand im Frühlingssemester 2023 am Institut für Kunstgeschichte in Bern bei Dr. Yvonne Schweizer und MA Seraina Peer statt.
Der Beitrag wurde im Rahmen der Exkursion “Visual Storytelling: Was nach der Ausstellung bleibt. Routen und Reste der Schweizerischen Plastikausstellung” erstellt. Die Veranstaltung fand im Frühlingssemester 2023 am Institut für Kunstgeschichte in Bern bei Dr. Yvonne Schweizer und MA Seraina Peer statt.
Der Eber und der Mondaff – Zwei stille Wächter der Stadt Olten. Wir Menschen rätseln über ihre Herkunft und ihre Bedeutung. Doch das Raten hat nun ein Ende! In dem Zine "What would you ask?" werden Fragen direkt an die Skulpturen gestellt. Ausdrucken, Schneiden, Falten und anschliessend selbst auf Spurensuche gehen.
Der "Eber" von Jakob Probst wurde an der Schweizerischen Plastikausstellung gleich zwei Mal gezeigt, beide Male aber als Gipsmodell: Erstmals 1954 zur ersten und 1975 zur sechsten Plastikausstellung als Hommage an Marcel Joray. Probst erstellte 1960 eine Fassung aus Porphyrstein, die die Stadt Olten erwarb und in der Nähe der Alten Aarebrücke aufstellte. Aus einem Findling erschaffen, ist der "Eber" eine eindrucksvolle Darstellung der Natur und ihrer Kräfte. Kehrt der steinerne Eber der Stadt Olten etwa seinen Rücken zu? Wir haben die Skulptur in einem Kunstvermittlungsprojekt befragt (Download PDF
Der Eber und der Mondaff – Zwei stille Wächter der Stadt Olten. Wir Menschen rätseln über ihre Herkunft und ihre Bedeutung. Doch das Raten hat nun ein Ende! In dem Zine "What would you ask?" werden Fragen direkt an die Skulpturen
gestellt. Ausdrucken, Schneiden, Falten und anschliessend selbst auf Spurensuche gehen.
Ein langarmiges Wesen, erschaffen aus geschwungenen Röhren – Die Skulptur “Dreibeiniger Mondaff“ auf dem Areal der Berufsschule Olten begrüsst uns als Portal oder gar Triumphbogen. Wir gehen unter dem "Mondaff" hindurch oder interagieren mit ihm, indem wir seine Vorderarme bewegen. Eine Anleitung zur Interaktion mit dem Kunstwerk für Schüler:innen schlägt auch unser Kunstvermittlungsprojekt vor (PDF Download).