Die kunstvollen Monogramme mit den Buchstaben B, C, D, E, W, L, M, P und O enthalten die Worte «Burcardus Eps [episcopus] Willelmus Prior». Monogramme dienten wie Siegel der zuverlässigen Beglaubigung eines Schreibens.
Komplexere Holzkonstruktionen mit in solide Grundschwellen eingezapften Wandstützen lösten im Hochmittelalter die älteren, weniger gut haltbaren Pfostenbauten ab. Die Gebäude wurden langlebiger, die Siedlungsgefüge stabiler.
Der Büchel (vom althochdeutschen Wort für Hügel) ist eine künstlich aufgeschüttete Erhöhung für eine ‹Burgmotte›. So heissen diese Befestigungsanlagen, abgeleitet vom lateinischen Wort mota (Hügel). Seit jeher werden Sagen mit der markanten Geländeformation des Zunzger Büchels verknüpft; so soll sie den goldenen Sarg des Hunnenkönigs Attila bergen. Errichtet wurde der Büchel um 1000, im Zusammenhang mit dem hochmittelalterlichen Landesausbau. Er kontrollierte die Umgebung und diente als geschützter Rückzugsort. An seinem Fuss lagen mit grosser Wahrscheinlichkeit landwirtschaftliche Betriebe, darunter ein Herrenhof. Der Büchel wurde vermutlich bereits um 1100 wieder verlassen, der Turm findet sich aber bis heute im Ortswappen von Zunzgen.
Häufige Funde zeigen, dass auf den Adelssitzen gerne gespielt wurde. Die vorliegenden Bruchstücke aus Hirschgeweih gehören zu den ältesten Belegen nördlich der Alpen. Der abgebildete Spielstein zeigt einen geflügelten Drachen, der zurückblickt; das andere Fundstück entstammt dem Beschlag des Spielbretts.
Die Burg Altenberg ist eine der ältesten Adelsburgen des Kantons Basel-Landschaft. Sie entstand um 1000 und wurde bereits um 1100 wieder verlassen. Während der Grabung in den 1980er-Jahren kamen aussergewöhnliche Funde zum Vorschein; es handelt sich um das grösste und bestdatierte Ensemble aus der Region. Tierknochen belegen die hohe Lebensqualität auf der Burg. Gegessen wurden Haus- und Wildtiere in bester Qualität, darunter Hirsche und Rehe, Bären und Wildschweine, aber auch Biber, Eichhörnchen und zahlreiche Singvögel. Selbst Hering stand − vermutlich in der Fastenzeit − auf dem Speisezettel: Es handelt sich um den ersten Beleg für den Import dieses Meerfisches aus der Nord- oder Ostsee ins Gebiet der heutigen Schweiz. Schriftliche Quellen zur Besitzerfamilie dieser Burg fehlen. Vielleicht wurde die Burg im Zusammenhang mit den Kriegen während des Investiturstreits verlassen.
Das im Luftbild ersichtliche Gassengefüge der mittelalterlichen Stadt nimmt Rücksicht auf einen abweichend orientierten, vorstädtischen Kern am Ende des Geländesporns um die Stadtkirche St. Martin. Der Grundriss des quadratischen Häusergevierts dürfte auf ein spätrömisches Castrum zurückgehen.
Im Chor der Liestaler Stadtkirche wurden 2005 ein Gemeinschaftsgrab mit drei Männern sowie ein Geldbeutel mit Silberdenaren gefunden. Diese tragen die Inschrift BASILEA, gehören in die Zeit um 950 und wurden unter dem damaligen burgundischen König geprägt. Als burgundische Stadt besass Basel damals offensichtlich eine produktive Münzstätte. Die Münze im Vordergrund wurde gefaltet und damit entwertet, da diese Kopie aus Breisach stammte und die Basler Münzen nachahmte.
Der Name des steilen Gässchens, wo vorwiegend Gewürzkrämer ansässig waren, leitet sich von ‹Ingwer› ab, einem schon im Mittelalter sehr beliebten Gewürz aus Südostasien.
Zwei Bischöfe stützen den Kaiser, dem Christus die Krone aufsetzt. Der Kopf des Kaisers reicht bis in den heiligen Bereich, in dem Christus sitzt. Damit wird die Beteiligung des Reichsoberhaupts an der göttlichen Macht symbolisiert. In der linken Hand hält Heinrich II. das Reichsschwert, in der rechten die Heilige Lanze. Angeblich fügte der Hauptmann Longinus mit dieser Waffe dem sterbenden Christus die Seitenwunde zu; ihr Besitz sollte Siege in Schlachten ermöglichen.