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Wirtshausszene im Gästebuch der Herberge ‹Zum Wilden Mann› an der Freien Strasse In den Wirtshäusern der Stadt trafen sich nicht nur Bauern und Kleinhändler aus der Umgebung, sondern auch Fernhandelsleute, Diplomaten, Adlige, Bürgerinnen und Bürger sowie Studenten.
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Prospect des Kornmarckts zu Basel Der Marktplatz war mit seinem geschäftigen Treiben das wirtschaftliche Zentrum der Stadt.
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Predigerkirche mit Friedhof und umgebender (Totentanz-) Mauer Friedhöfe, sogenannte Gottesäcker, waren nur selten Orte der Stille und Andacht. Tagsüber verkauften Handwerker und Händler dort ihre Produkte und Waren, und nachts störten streunende Tiere und gelegentlich auch Leichenräuber die Totenruhe. Notorisch waren auch die Klagen über Geruchsbelästigungen, die mit der häufigen Überbelegung zusammenhingen.
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Petersplatz mit Zeughaus Der Petersplatz bildete im Westen der Stadt einen innerhalb der Stadtmauern gelegenen zentralen Treffpunkt, wo nicht nur der alljährliche ‹Schwörtag›, sondern auch Musikaufführungen, Schauspiele und sportliche Wettkämpfe stattfanden.
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Giessfass und Handbecken aus Zinn Zur unentbehrlichen Einrichtung in den frühneuzeitlichen Stadthäusern gehörten ein Giessfass und ein Handbecken, die meist in der Küche standen und als zentrale Waschstelle dienten.
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Bildnis der Familie Merian Matthäus Merian d. J. (1621–1687) präsentierte sich und seine Angehörigen in humanistischer Manier als Künstlerfamilie. Im Bildmittelpunkt sind die Eltern Matthäus Merian d. Ä. und seine erste Frau Maria Magdalena de Bry zu sehen, umringt von ihren sechs Kindern: Matthäus Merian d. J., Susanna Barbara, Margaretha, Caspar, der seinem Vater eine Zeichnung des antiken Torso vom Belvedere zeigt, Maria Magdalena und Joachim, der ihm eine Gipskopie des antiken Laokoonkopfes entgegenstreckt. Der Maler blickt die Betrachtenden vom linken Bildrand aus an.
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Basler Merianplan Matthäus Merian d.Ä. (1593–1650) erstellte 1617 auf der Basis umfangreicher Vorarbeiten eine Radierung von Basel aus der Vogelperspektive, die einen detaillierten Eindruck von der Stadt gibt (Masse: 70 × 105 cm). Am linken unteren Bildrand findet sich eine Figurengruppe. Sie umfasst neben einem Bürgermeister, Ratsherrn und Bürger auch einen jungen Mann sowie eine verheiratete und eine ledige Frau. Auf den Gassen und Plätzen der Stadt sind Menschen und Fuhrwerke zu sehen, und der Rhein wird von Schiffen befahren.
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Basler Botenbüchse Die politische Kommunikation zwischen entfernten Orten wurde in der Regel durch Boten organisiert, die Briefe und Geschenke mit sich führten. Basel stattete seine Boten unter anderem mit einer kleinen Botenbüchse aus, die mit dem Baselstab als Erkennungszeichen versehen war.
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Goldene Basler Verdienstmedaille Weibliche Allegorien spielten in der politischen Symbolik der Stadt eine grosse Rolle. Die mit Mauerkrone, Wappenschild, Freiheitshut und Füllhorn dargestellte ‹Basilea› symbolisierte die Wehrhaftigkeit und Souveränität der freien ‹Republik›.
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Stammbaum der Familie Burckhardt Ausgehend von den Stammeltern Christoph Burckhardt (1490–1578) und seiner zweiten Ehefrau Gertrud Brand (1516–1600), stellten die Burckhardt über Jahrhunderte hinweg Bürgermeister, Diplomaten und Gelehrte und gehörten damit zu den einflussreichsten Familien Basels. Stammbäume dokumentierten diese Bedeutung der führenden Familien.
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Wahlinstrumente für die Besetzung der Basler Staats-, Universitäts- und Zunftämter nach der Ballotierordnung von 1688 Um die vielfach beklagte Korruption bei der Ämtervergabe zu verhindern, versuchte man in Basel seit 1688 das Wahlverfahren durch das sogenannte Ballot zu anonymisieren. Es bestand aus einem Holzkasten und aus Kugeln, die aus unterschiedlichen Materialien gefertigt waren. Mithilfe der Kugeln liess sich die Anzahl der Wahlberechtigten jeweils um ein Drittel reduzieren. So entschied letztlich das Los darüber, wer zu Amt und Würden gelangte.
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Schuldner des Basler Kartäuserklosters Die Karte zeigt die säumigen Schuldner und Schuldnerinnen des Basler Kartäuserklosters im Jahr 1660. Weitere, auf der Karte nicht dargestellte Schuldner waren der römisch-deutsche König (1743 lb), das Fürstentum Österreich (4876 lb) und die Landschaft Baden (9250 lb).
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Die Basler Ratsverfassung
Das politische System war durch ein komplexes Geflecht von Ämtern und Institutionen geprägt. Es beruhte wesentlich auf Ungleichheit. Wahlberechtigt waren nur männliche Bürger.
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Die Amtsbezirke der Herrschaft Basel Die Landschaft Basels war in sieben Verwaltungsbezirke unterteilt: die Landvogteien Farnsburg, Homburg, Waldenburg, Liestal, Münchenstein, Riehen und Kleinhüningen. An der Spitze jeder Vogtei stand ein Landvogt, der im Auftrag des Rats das Polizei-, Steuer- und Militärwesen regelte.
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Basler Blutgerichtsstab, aus Elfenbein Zu den Amtsinsignien des Oberstknechts gehörte der Blutgerichtsstab mit einem auf zwei gekreuzten Knochen liegenden Totenschädel, der bei der Verkündigung von Todesurteilen zum Einsatz kam.
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Bürgermeister der Stadt Basel, mit Oberstknecht und zwei Ratsdienern Farben, Zeichen und Insignien drückten die Basler Staatsgewalt und Rechtshoheit aus. Neben dem Bürgermeister besass der Oberstknecht, hier in Begleitung zweier Ratsdiener in Amtstracht dargestellt, weitgehende Befugnisse.
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Heil-, Kur- und Wildbäder – Treffpunkte der Basler Elite Die Heil-, Kur- und Wildbäder waren für die Basler Eliten wichtige soziale Räume. In den nahe der Stadt gelegenen Bädern trafen sie sich untereinander und mit dem Adel aus der Region. In weiter entfernten Orten wie dem Tagsatzungsort Baden vernetzten sie sich mit
den eidgenössischen und europäischen Eliten.
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‹Fressender Narr› aus dem Stammbuch von Jacob Götz Stammbücher waren wichtige Medien der sozialen Vernetzung. Das Bild eines ‹fressenden Narren› aus dem Stammbuch von Jacob Götz spielt auf Exzesse während der Badeausflüge an. Im dazugehörigen Gedicht wird das «sufen» und «fressen» auf der Badenfahrt ironisch als «vom Tüfel» herkommend verurteilt.
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Die ‹Grosse Gelte› der Weinleutenzunft Die Bearbeitung von Edelmetallen war ein facettenreicher Vorgang, der Menschen im frühneuzeitlichen Basel auf verschiedenen Ebenen zu faszinieren vermochte. Dies hatte viel mit handwerklichem Wissen, aber auch mit Herrschaft und zeitgenössischen Debatten rund um Konsum zu tun. Beispielhaft zeigen sich diese Dimensionen an der Grossen Gelte der Basler Weinleutenzunft. 1613 vom Goldschmied Hans Lüpold aus Silber gefertigt, greift die Form des repräsentativen Trinkgefässes das Zunftwappen der Weinleute auf: Die Gelte war ein geeichtes Gefäss, mit dem das ‹Weinumgeld› bemessen wurde, die wichtigste von der Herrschaft erhobene Konsumsteuer.
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Venustanz Im ‹Venustanz› inszenierte Hans Bock mythologische Figuren in einem Kirchenraum, der an das Innere des Basler Münsters erinnert.
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Bad zu Leuk Das Genrebild von Hans Bock zeigt eine Gruppe von Menschen, die ein Bad nehmen, ein beliebter Zeitvertreib im 16. Jahrhundert. Neben den hygienischen Vorteilen bot das Bad auch Gelegenheit zur Erholung und Geselligkeit. Für die Posen seiner Figuren verwendete Bock Vorbilder aus anderen Werken. So war die am Beckenrand sitzende Frau bereits in seinem Venustanz zu sehen. Der Stil des Gemäldes erinnert an Lucas Cranachs Jungbrunnen, der den mittelalterlichen Glauben widerspiegelt, dass bestimmte Bäder heilen oder verjüngen können. Es ist zu erwähnen, dass beide Gemälde die Geschlechternormen der Zeit widerspiegeln. Darüber hinaus wurden Frauen im 16. Jahrhundert oft objektiviert und als kindlich und unschuldig stereotypisiert, was sich in der Darstellung junger, unverhüllter Körper in der Kunst widerspiegelt. Daher ist es wichtig, dieses Gemälde in seinem historischen Kontext zu betrachten.
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Wappenscheibe der Medizinprofessoren der Universität Basel Die von vier Basler Medizinprofessoren gestiftete Scheibe setzt das neue pharmazeutische Interesse der Mediziner ins Bild. Im Hintergrund ist ein botanischer Garten zu sehen, wie ihn Caspar Bauhin 1589 bei der ‹Alten Universität› am Rheinsprung eingerichtet hatte. Im Vordergrund pflegen Frauen Pflanzen und sortieren Kräuter. Ein Gehilfe der im Bildzentrum abgebildeten Mediziner arbeitet an einem Destillierofen zur Herstellung von Kräuterdestillaten.
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Kartoffelpflanze, Auszug aus einem Herbarium Unter naturwissenschaftlich interessierten Gelehrten war das Sammeln und Trocknen von Pflanzen im 17. Jahrhundert eine weit verbreitete Praxis. Die ersten Herbarien in Basel stammten von Felix Platter und Caspar Bauhin. Beide legten selbst Gärten an, unternahmen Exkursionen in die nähere und weitere Umgebung und nutzten ihre gelehrten Netzwerke, um sich Pflanzen aus ganz Europa und Übersee zu besorgen. Die Kartoffelpflanze, bei der es sich um den vermutlich ältesten erhaltenen Beleg handelt, hatte Bauhin in seinem eigenen Garten angepflanzt.
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Häuptergestühl im Münster Das Häuptergestühl wurde 1598 von Hans Walter, Conrad Giger und Franz Pergo für die reformierte Basler Regierung im Münster neu geschaffen. Durch seine massive Ausstattung und seine zentrale Position innerhalb des Kirchenraums markierte es die Führungsrolle des Kleinen Rates. Wie die Renovation der Münsterfassade sorgte auch die pompöse Gestaltung des Gestühls für eine Kontroverse zwischen Rat und Geistlichkeit.
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Katharina Aeder Das Ehepaar Hornlocher/Aeder gehörte zur selbstbewussten politischen Führungsschicht Basels.