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Christoph Burckhardt Salome Schönauer (1640–1691), die Ehefrau des Oberstzunftmeisters Christoph Burckhardt, wurde während der Unruhen von 1690/91 beschuldigt, mit ihren Helferinnen die Karrieren ihrer Ehemänner und Söhne mit illegalen Absprachen und Bestechungen gefördert und ein eigentliches ‹Weiberregiment› errichtet zu haben. Wegen ‹Praktizierens› wurde sie zu einer hohen Busse und langjährigem Hausarrest verurteilt.
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Zeitungsartikel Bieler Tagblatt "Das Bieler Loch" (12. April 2016) 1966 4. ESS-SPA
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Skelett eines Berberaffen Die säuberliche Anordnung dieser im Basler Stadtgraben aufgefundenen Knochen ist trügerisch. Sie erlauben zwar, die sterblichen Überreste als diejenigen eines aus Nordafrika stammenden Berberaffen zu bestimmen. Über das Leben dieses Tiers lassen sie aber nur wenige und weitgehend ungesicherte Schlüsse zu. Sein Leben dürfte in weit weniger geordneten Bahnen verlaufen sein, als es die Präsentation der Knochen zu wissenschaftlichen Zwecken insinuiert. Als Ausgangspunkt, um die Geschichte Basels im Spätmittelalter neu zu erzählen, erweist sich dieser aussergewöhnliche Fund dennoch als geeignet
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Ausgrabung auf der Pfalz Das Bild zeigt die Grabungsfläche zwischen Niklauskapelle und einem Strebepfeiler des Münsterchors; gut erkennbar ist die Apsis der Vorkammer der Aussenkrypta, die eine spätrömische Mauer stört. Im Westen wird die Vorkammer durch einen L-förmigen Mauerrest aus der Zeit des Heinrichsmünsters unbrauchbar gemacht. Am östlichen Rand liegen Stufen einer Treppe, die im 12./13.Jahrhundert von der Pfalz zum Rhein führte.
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Ausgrabung in der St. Alban-Vorstadt in Basel Ohne Hightech wären Ausgrabungen heutzutage undenkbar: Enorme Datenmengen von der digitalen Vermessung bis zu Tagebucheinträgen werden direkt vor Ort in eine zentrale Datenbank eingespeist. Die präzise Dokumentation und Langzeitarchivierung garantieren, dass Informationen auch für zukünftige Generationen zur Verfügung stehen.
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Ausgrabung im Wettsteinquartier in Basel Das ‹Archiv im Boden› vor der Zerstörung zu bewahren beziehungsweise zu retten und zu dokumentieren, zählt zu den Hauptaufgaben der Archäologie.
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Salome Schönauer Salome Schönauer (1640–1691), die Ehefrau des Oberstzunftmeisters Christoph Burckhardt, wurde während der Unruhen von 1690/91 beschuldigt, mit ihren Helferinnen die Karrieren ihrer Ehemänner und Söhne mit illegalen Absprachen und Bestechungen gefördert und ein eigentliches ‹Weiberregiment› errichtet zu haben. Wegen ‹Praktizierens› wurde sie zu einer hohen Busse und langjährigem Hausarrest verurteilt.
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Hinrichtung von Johannes Fatio, Konrad Mosis und Johann Müller Mit der Hinrichtung des Arztes Johannes Fatio und zweier weiterer Anführer beendete die Obrigkeit die grosse Verfassungskrise von 1691.
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Dissertatio medica de Nostalgia, oder Heimwehe Mit Heimweh verbindet man heute ein trauriges Gefühl, das uns in der Fremde als Sehnsucht nach der Heimat befallen kann. Um 1800 galt Heimweh hingegen als eine schwere, letztlich tödliche Krankheit, die in der Medizin unter dem Fachbegriff der ‹Nostalgia› diskutiert wurde und in Literatur und Kultur sehr präsent war. Anders als etwa Hysterie oder Melancholie reicht die ‹Nostalgia› als psychosomatisches Krankheitsbild nicht in die Antike zurück, sondern wurde Ende des 17. Jahrhunderts in einer Basler Dissertation erstmals wissenschaftlich behandelt. Dass der Heimweh-Begriff seine Prägung in Basel fand, ist kein Zufall, galt doch Heimweh zeitgenössisch als Schweizer Krankheit, die besonders im Umfeld der eidgenössischen Söldner in Europa auftrat.
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Lage von Klein Hüningen Unmittelbar vor den Toren der Stadt zeigt Emanuel Büchel die Festung Hüningen. Sie wurde zwischen 1679 und 1691 nach Plänen des berühmten französischen Festungsbauers Sébastien Le Prestre de Vauban (1633–1707) errichtet und bestand, dem zeitgenössischen Ideal entsprechend, aus einem Pentagon mit fünf Bastionen.
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Markgräflerhof Die Markgrafen von Baden-Durlach waren seit dem 14. Jahrhundert in der Stadt präsent. Im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekriegs (1688–1697) verlegte Markgraf Friedrich VII. Magnus 1689 seinen Wohnsitz für einige Jahrzehnte nach Basel. Nach einem Brand seines Hauses liess er um 1700 seine Besitzungen an der Hebelstrasse zu einem barocken Stadtpalais von eindrücklichen und das Stadtbild in der Folgezeit noch lange prägenden
Ausmassen ausbauen.
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Die Region Basel Infolge des Westfälischen Friedens verlor Habsburg den Sundgau an Frankreich. Fortan grenzte französisches Territorium unmittelbar an die Stadtgrenze. Der Oberrhein und die Waldstädte blieben aber Teil Vorderösterreichs, sodass sich eine komplexe, für Basel gleichermassen gefährliche wie chancenreiche Gemengelage ergab.
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Entwurf zur Befestigung Basels An den Plänen zur Befestigung Basels arbeiteten verschiedene berühmte Ingenieure und Baumeister. Die ersten Entwürfe stammten von Daniel Specklin, dessen weitreichendster Vorschlag vorsah, die bestehende Mauer durch eine mit Bastionen verstärkte Ringmauer zu ersetzen. Jede Bastion sollte so ausgerichtet werden, dass sie im Falle eines Angriffs von der Nachbarsbastion aus gedeckt werden konnte. Letztlich scheiterte jedoch ein umfassender Umbau der Festungsanlagen.
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Hinterlader-Geschütz Während des Dreissigjährigen Krieges investierte die Obrigkeit in grösserem Umfang in die militärische Aufrüstung. Das Hinterlader Geschütz, das Basel vor 1634 kaufte, konnte auf Türmen positioniert werden und auch weiter entfernte Ziele treffen.
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Jakob Meyer Der Basler Mathematiker und Lehrer Jakob Meyer (1614–1678) liess sich noch 1654 mit einem der vielen nie realisierten Pläne zum Basler Festungsbau abbilden.
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Getreidevorräte in der Stadt Basel, 1613-1653 Dinkel und – in geringerem Masse – Roggen zum Backen von Brot sowie Hafer als Futter für die Pferde waren für die Versorgung der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner essenziell. Um Engpässe ausgleichen zu können, legte die Obrigkeit in ertragreichen Jahren Getreidevorräte an, die sie in Krisenzeiten vergünstigt an die Bevölkerung abgab. 1621 etwa – im vierten Jahr des Dreissigjährigen Kriegs – versorgte die Stadt auf diese Weise zahlreiche Flüchtlinge.
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Schang Hutter, Vertschaupet (1979/80) 1980 7. ESS-SPA
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Zwei Kavaliere und der Tod vor Basel Die zwei Kavaliere in Trachten aus der Zeit des Dreissigjährigen Krieges verweisen ebenso auf diplomatische Verhandlungen wie auf Kriegshandlungen, die sich vor den Toren der Stadt abspielten. Krieg, Pest und Seuchen machten den Tod zu einer ständigen Bedrohung.
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‹Execution [...] der 7 vornembsten Rebellen› Am Ende des Bauernkriegs verurteilte der Basler Rat sieben Bauern als Anführer zum Tod. Die Hinrichtungen waren öffentliche Ereignisse, die andere potenzielle Aufwiegler abschrecken sollten. Die grosse Menschenmenge war genauso Teil der herrschaftlichen Inszenierung wie das Schwert und der Galgen.
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Bevölkerungsentwicklung und Pestepidemien Bis ins 17. Jahrhundert brach in der Stadt ungefähr alle fünfzehn Jahre eine Seuche oder die Pest aus und forderte häufig tausende Opfer. So stieg die Zahl der Stadtbewohnerinnen und -bewohner kaum an. Erst nach der letzten grossen Pestwelle 1666/67 setzte ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum ein, dem der Rat im 18. Jahrhundert mit einer restriktiven Einwanderungspolitik entgegenwirkte. Bei der Volkszählung im Jahr 1779 wurden 15 040 Personen erfasst. Für die Zeit davor liegen keine exakten Zahlen vor. Mithilfe von Tauf- und Geburtsregistern, Verzeichnissen der Bürgeraufnahmen, Häuserverzeichnissen, Steuerrödeln und des ‹Pestberichts› des Stadtarztes Felix Platter lassen sich aber Näherungswerte abschätzen.
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Festmahl der Seiler Seit dem 16. Jahrhundert wurde das soziale Leben der Zünfte mit ihren regelmässigen Trink- und Tafelrunden auf Zunft- und Gesellschaftsscheiben festgehalten. Die Scheibe zeigt vierzehn Seiler in Schweizertracht bei einem Festmahl im Zunfthaus zu Gartnern. Die Gedecke bestehen aus Tellern, Messern und Trinkbechern, serviert wird Brot und Fleisch. Oben sind die Arbeitsschritte des Seilmachens zu sehen, unten die Namen und Wappen der Meister.
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‹Lumpeditti› Das ‹Lumpeditti› ist eine Spielzeugpuppe mit einem Kopf aus Papiermaché, wie er im 18. Jahrhundert aufkam. Der Körper der Puppe war aus dem Rest eines Indienne-Stoffes gefertigt.
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Zinnerne Saugflasche Vor der Erfindung von Gummisaugern im 19. Jahrhundert waren Zinnflaschen für die Säuglingsernährung im Gebrauch. Das Mundstück wurde mit einem Leinenstoff überzogen.
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Monatsblatt Februar Der 1745 in Basel gedruckte ‹Schreibkalender› des Bieler Mathematikers und Astrologen Jakob Rosius (1598–1676) enthielt die Wochen-, Namens- und Feiertage und gab auf der Grundlage astrologischer Berechnungen und langjähriger Beobachtungen auch Handlungsempfehlungen. Zudem führte er die Jahrmarktstermine in der Eidgenossenschaft und weiteren Regionen auf.
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Rekonstruierte mittlere Frühling-Sommertemperaturen 1444–2011 Die Temperaturrekonstruktion zeigt, dass die Anomalie im Jahr 1540, der keine langanhaltende Klimaerwärmung folgte, sogar den «bisher heissesten» Sommer 2003 übertraf.