-
Bürgerrechtsaufnahmen 1400-1798 Basels Einbürgerungspolitik wurde im Laufe der Frühen Neuzeit immer restriktiver. Im 18. Jahrhundert kam es kaum noch zu Neuaufnahmen ins Bürgerrecht (Angaben nach Gschwind 1977, S. 170).
-
Basler Brandmarkeisen Das Basler Wappen war ein Zeichen der Integration und städtischen Einheit, aber auch
des Ausschlusses. Der Rat liess Verbrecher mit glühenden Eisen brandmarken, um ihre
Verbannung aus der Stadt sichtbar zu machen. Brandmarkung wie Verbannung zielten auch auf die Ehre der betroffenen Person – mit weitreichenden Folgen für die Zukunft der Verurteilten.
-
Basler Harschier überprüft einen Mann Die nackten Füsse und die kurzen Hosen verraten ihn: Der junge
Mann, dessen Passierschein von einem Harschier überprüft wird, ist ein Bettler oder Landstreicher. Als solcher stand er stets im Verdacht, kriminelle Handlungen vorzubereiten oder bereits durchgeführt zu haben. Die Einheit der Harschierer war 1744 eingerichtet worden. Sie hatte die Aufgabe, «Strolchen-Gesind» aufzuspüren, zu kontrollieren und gegebenenfalls auszuweisen.
-
Darstellung aus der Serie ‹Basslerische Ausruff-Bilder› Basslerische Ausruff-Bilder, vorstellende diejenige Personen, welche in Basel allerhand so wol verkäuffliche, als andere Sachen, mit der gewohnlichen Land- und Mund-Art ausruffen: in 52. sauber in Kupfer gestochenen Figuren, mit hochdeutschen Versen von verschiedenen Einfällen nach der uralten Reimkunst begleitet.
-
André Ramseyer, Orion (1965) 1966 4. ESS-SPA
-
Ueli Berger, Jura (1979/80) 1980 7. ESS-SPA
-
René Küng, Grosse Mondleiter (1979/80) 1980 7. ESS-SPA
-
Anzeige im Avis-Blatt vom 3. Juni 1745 Eine Stadt voller Menschen ist zugleich eine Stadt voller Tiere. Im frühneuzeitlichen Basel wurde eine grosse Anzahl von ihnen gehalten – zunächst wegen ihrer Nützlichkeit, ja Unentbehrlichkeit für verschiedene Zwecke, von Ernährung und Transport (Geflügel und Huftiere) bis hin zu Schutz und Schädlingsbekämpfung (Hunde und Katzen). Besonders beim Blick in das seit 1729 wöchentlich erscheinende Anzeigenblatt, das Avis-Blatt, wird aber auch deutlich: Tiere waren ganz allgemein ein wichtiger Aspekt bürgerlicher Wohn-, Lebens- und Konsumkultur, Gegenstand eigener Ökonomien, die einigen Baslerinnen und Baslern (und manchen Durchreisenden) ein Einkommen sicherten.
-
Ueli Berger, Jura (1979/80) 1980 7. ESS-SPA
-
Innenansicht des Basler Münsters Im nachreformatorischen Münster wurde in der Mitte der Kirche ein Opferstock mit Heischebild aufgestellt, auf dem es hiess: «Gebt um Gott’s Willen den Armen, so will sich Gott auch Euer erbarmen». Der Sigrist ging mit dem Sammelbeutel umher und sorgte für Ruhe und Ordnung.
-
Almosenbüchse Vor der Reformation standen in den Kirchen Büchsen, mit denen für durchreisende Pilger gesammelt wurde.
-
Walter Vögeli & Urs Suter, Trojanisches Pferd (1977–80) 1980 7. ESS-SPA
-
Albert Siegenthaler & Gillian White, Südtor / Paradise Lost (1979/80) 1980 7. ESS-SPA
-
‹der bättler vogt› [Bettelvogt] Ein Amtszeichen mit Bettelstab kennzeichnete den Bettelvogt als Amtsträger. Er hatte die Aufgabe, die Einhaltung der Bettel- und Almosenordnung zu überwachen, die Armen zu kontrollieren und mit falschen Bettelbriefen ausgestattete Betrüger und Betrügerinnen zu entlarven. Die Bettelvögte wurden in der Regel aus den unteren Schichten rekrutiert. Sie kannten also die Lebensumstände der Bettelnden und hatten zugleich das Bedürfnis, sich von diesen abzugrenzen.
-
Auszug aus dem Stammbuch der Falkner Das Beispiel der Männer der Familie Wittnauer-Falkner zeigt, wie die Kleidung den Wandel vom Kind zum Mann markierte: Hosen statt Röcklein, Dolch und Degen statt Steckenpferd und Windrad, ein Barett für die ledigen jungen Männer und ein Federhut für das Familienoberhaupt.
-
Basler Trachten von Anno 1600 Der ‹Sturz› diente den verheirateten Basler Frauen als Kirchenschleier. Er symbolisierte die eheliche Ordnung und war zugleich ein Privileg der Frauen der oberen Stände. Klagen von Frauen, die aus finanziellen oder gesundheitlichen Gründen keinen ‹Sturz› tragen wollten, wies der Rat ab. Erst im späten 18. Jahrhundert änderte er diese Politik.
-
Daniel Hey Margaretha Bachofen-Heitz (1735–1780), die Gattin eines Basler Seidenbandfabrikanten, und der Fabrikant Daniel Hey liessen sich beide in luxuriös-modischer Kleidung porträtieren, wie sie für die neue Elite der Kaufleute-Fabrikanten im 18. Jahrhundert typisch war. Sie trägt ein elegantes Seidenkleid mit Schleifen- und Pelzverzierung, er einen modisch-legeren Hausmantel mit gestreifter Weste aus Indienne-Stoff und hält in der Hand eine Schnupftabakdose.
-
Standeseinteilung, Basel
Die Aufwandgesetze sahen in Basel drei Klassen von
Stadtbewohnern vor.
-
Franz Fischer, Redner (1954) 1954 1. ESS-SPA
-
Raffael Benazzi, Das Loch, Versuch einer unterirdischen plastischen Bewegung (1966) 1966 4. ESS-SPA
-
Ernst Burgdorfer, Beackertes (1970) 1970 5. ESS-SPA
-
Albert Siegenthaler, Dialogue (1970) 1970 5. ESS-SPA
-
Bernhard Luginbühl, Grosse Aggression (1961) 1962 3. ESS-SPA
-
Heinz Schwarz, Chèvre (1961) 1962 3. ESS-SPA
-
Renzo Fontana, Gallina (1960) 1962 3. ESS-SPA