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Die Mozart'schen Bäsle-Briefe

Wolfgang Amadeus Mozart pflegte einen regen Briefverkehr zu etlichen Verwandten und Bekannten. So auch zu seiner Base - ein veraltetes Wort, das in diesem Fall für Cousine steht - Maria Anna Thekla Mozart. So wurden insgesamt neun Briefe überliefert, in denen Mozart mit auffälligem Wortspiel seiner "Bäsle" aus dem Alltag berichtet. Die Sicht seiner Cousine kann leider nicht nachvollzogen werden, da ihre Briefe nicht erhalten sind. 

Die Bäsle-Briefe geben nicht nur Auskunft über den Beginn einer intensiveren Freundschaft, sondern beleuchten einen Lebensabschnitt Mozarts, der geprägt wurde von der Suche nach einer akzeptablen beruflichen Situation und von einschneidenden Erlebnissen wie der Tod der geliebten Mutter Anna Maria Mozart. 

Die Wahl des Titelbildes erfolgte im Übrigen nicht arbiträr. Es zeigt ein Portrait, welches dem Brief Nr. 8 vom 10. Mai 1780 beigelegt wurde. Es ist die einzige Abbildung der Bäsle-Briefe, zu der wir Zugang hatten. Und auch diese Abbildung unterstreicht Mozarts Spielereien und die besondere Beziehung zu seiner Beziehung. Darauf deutet ganz besonders die entblößte Darstellung der Maria Anna Thekla hin. 

Eine kurze Übersicht über die Briefe: 

1. Brief: Mannheim, 31.10. 1777 (BD361)

2. Brief: Mannheim, 05.11. 1777 (BD 364)

3. Brief: Mannheim, 13.11.1777 (BD 371)

4. Brief: Mannheim, 03.12. 1777 (BD 384)

5. Brief: Mannheim, 28.02.1778 (BD 432)

6. Brief: Kaisheim, 23.12. 1778 (BD 511)

7. Brief: Salzburg, 24.04.1780 (BD 531)

8. Brief: Salzburg, 10.05.1780 (BD 525)

9. Brief: Wien, 21.10.1781 (BD 635) 

☛ Da wir nur mit Transkripten arbeiten konnten und keine Einsicht in die originale Handschrift Mozarts hatten, ist nicht geklärt, ob der letzte Brief mit 21. Oktober 1781 oder 23. Oktober 1781 datiert wurde. Die Angaben unterscheiden sich stark. Auf der Plattform der Stiftung Mozarteum wird angegeben, dass es der 21. Oktober gewesen sein muss, während in der Literatur vom 23. Oktober die Rede ist. Da wir uns in unserer Analyse auf die Transkription der Stiftung konzentrieren, wurde der 21. Oktober übernommen. Es sei aber darauf hingewiesen, dass diese Angabe nicht zwingend stimmen muss. 

Link zu den Mozartbriefen

Auf der folgenden Karte sind jene Orte veranschaulicht, von denen Mozart seine Briefe verschickte. Es ist beinahe eine gerade Linie, die von West nach Ost führt. Insgesamt wurden fünf Briefe aus Mannheim versendet, einer aus Kaisheim, zwei aus Salzburg und der letzte stammt aus Wien. 

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